Landwirtschaft ohne ökonomischen Zwang

Da Landwirtschaft heute im Spannungsfeld der Märkte steht, ist sie immer gezwungen, sich in ihrer Gestaltung nach diesen äußeren Zwängen zu richten. Die eigentlich notwendige Orientierung an den inneren Maßstäben des Hoforganismus wird dadurch sehr eingeschränkt, ebenso die Möglichkeit einer regionalen Versorgung der Verbraucher.
Durch eine „Wirtschaftsgemeinschaft“ kann dagegen in gemeinschaftlicher Aufgabe die wirtschaftliche Grundlage der Landwirtschaft und auch die Lebensgrundlage der beteiligten Menschen sichergestellt werden. Wird die Existenz des Betriebes durch Vorfinanzierung gesichert, müssen die Ernteerzeug­nisse nicht mehr verkauft sondern können verschenkt oder verteilt werden; die Erzeugungs­kosten sind ja bereits bezahlt. Es gibt keine direkte Beziehung mehr zwischen dem Geld und den Erzeugnissen.
Ohne den Zwang, ihre Erzeugnisse verkaufen zu müssen, kann die Landwirtschaft jetzt frei nach den Gesetzmäßigkeiten des Hoforganismus betrieben werden, sodaß gesunde Lebensmittel für die beteiligten Menschen erzeugt werden und die Fruchtbarkeit des Bodens auch für die Zukunft unsere Lebensgrundlage sein kann.

Finanzierung der Landwirtschaft
Unserem Hof entspricht eine Anzahl von etwa 120 Menschen, die er mit Lebensmitteln versorgen kann, und die entsprechend die Aufgabe der Finanzierung wahrnehmen können. (Für jeden Menschen steht somit rund 1/4 Hektar (1 Morgen Land) als Lebensgrundlage zur Verfügung.)
Die Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft arbeiten zusammen auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens. Sie legen zu Beginn eines Wirtschaftsjahres gemeinsam ihre finanziellen Beiträge zur Deckung der Betriebskosten fest und bemühen sich dabei, die soziale Situation des Hofes und der übrigen Mitglieder gegenseitig zu berücksichtigen.

Gemeinschaftliches Handeln
Die Mitglieder organisieren den Wirtschaftsprozeß selbständig und verteilen die Produkte untereinander nach ihrem Bedarf. Sie organisieren sich an ihren Wohnorten in kleinen Gruppen, in denen eine gegenseitige soziale Wahrnehmung noch möglich ist. Durch regelmäßige Zusammenkünfte auf dem Hof haben alle die Möglichkeit zu Einblicken in das Hofgeschehen, gegenseitiger Wahrnehmung und Mitgestaltung. Alle Menschen, die die Qualität und die Vielfalt der Produkte des demeter Hofs Bexte schätzen gelernt haben, laden wir ein, an der Wirtschaftsgemeinschaft teilzuhaben, und den nächsten Schritt in die Zukunft zu wagen.
 
 
Vertiefende Informationen:
Community Supported Agriculture (Wikipedia)
Buschberghof